Problem an dem System…

…ist das System.

Im Zuge der Finanzmarktkrise, die inzwischen auch die Wirtschaft fest im Griff hat, werden bald viele Menschen nicht mehr gebraucht, weil sich mit ihrer Arbeit nichts mehr verdienen lässt. Armut, Reichtum, Arbeitslosigkeit, Konkurrenz bis zum Umfallen – das, was immer stattfindet, wird in der Krise noch mal schlimmer. Es ist der ganz normale Wahnsinn einer auf Geldvermehrung ausgerichteten Gesellschaft.

Ein Irrsinn der jeden Tag stattfindet, der unser Leben von Marktgesetzen abhängig macht und dabei viele zerstört. 

Die kapitalistische Wirtschaft ist durch Kredite geschaffen worden und wird nur mit Hilfe dieser Kredite weiter am Laufen gehalten. Eine Krise der Banken und Finanzmärkte hat also immer Auswirkungen auf Industrie und Gewerbe, deren „Kapitalhunger“ und Zwang zu ständigem Wachstum den Finanzmarkt überhaupt erst möglich und nötig gemacht hat. Sie nehmen nicht nur das Geld aus dem Kreditsystem, sie legen ihre „Überschüsse“ dort auch gewinnbringend an. Raten müssen bezahlt, die Erwartungen von AnlegerInnen und Gläubigern irgendwie erfüllt werden, davon hängt in der Wirtschaft alles ab.

Gelingt dies nicht, „fliehen“ die Investoren und die Unternehmen gehen pleite. Genau genommen geht es also darum, dass alle auf beständiges Wachstum und zukünftige Gewinne vertrauen können. Derzeit ist so viel Zuversicht kaum mehr möglich und so betteln mittlerweile selbst manche Riesen unter den Konzernen beim Staat um Hilfe. 

Die zombiehaften Züge des kollektiven Wahns, mit dem sich ganze Gesellschaften der Vermehrung kleiner bedruckter Scheine verschreiben, fallen dabei kaum noch jemandem auf.

Viel zu normal ist es, dass unser Leben, unsere Existenz vom Funktionieren irrationaler Märkte abhängt. Und dass eine kleine Elite sich auf dem Rücken aller anderen riesiges Vermögen aneignet. Alle Vorstellungen, die sich, wie verbissen auch immer, an die Fata Morgana eines „Wohlstanskapitalismus“ klammern, werden zunehmend irreal. Das demonstrative Kitten und Flicken dieses Systems bremst die notwendigen Diskussionen um wahrhaftige Alternativen ab, denn falsche Hoffnungen sind der beste Garant für das Stillhalten einer Bevölkerung, die bisher, wenn auch murrend, alles mit sich hat machen lassen. 

Es muss deshalb darum gehen, die Absurdität und ganze Brutalität dieses Systems deutlich sichtbar zu machen. Das Wissen darum, Kapitalismus funktioniert und die Erkenntnis, dass der Staat uns nicht „retten“ wird, sind Voraussetzungen für den Widerstand gegen ein Menschen verachtendes und Umwelt zerstörendes System.

Für was könnte eine globale Finanzkrise gut sein, wenn nicht für das Erwachen einer Begierde – eines unstillbaren Durstes nach einem Leben ohne Konkurrenz und jeden Zwang, frei von Unterdrückung und Ausbeutung. Der Schlüssel zur Überwindung dieser Zumutungen und Krisen liegt im Kampf um eine alternative Gesellschaft, in der die Wirtschaft den Bedürfnissen der Menschen dient.

Wir werden deshalb weiter aktiv sein im Aufbau politischer Gruppen und Netzwerke, die vor allem ein Ziel haben: die Überwindung des Kapitalismus.
 
Wir fordern: 
Einen Schutzschirm für Menschen, einen Sicherheitsgurt für Lohnabhängige und eine Entlastung von Menschen in Not.