Amoklauf an Schulen
Amok, ein Wort, welches bei sehr vielen Eltern, Schülern und Lehrern Angst verbreitet, denn die Täterzahlen nehmen drastisch zu. Ein Wort, welches in blinder Wut angreifen und töten bedeutet. Amok ist ein Extremzustand der Psyche mit Unzurechnungsfähigkeit und absoluter Gewaltbereitschaft.
Warum kommen so junge Menschen auf solche grausamen Gedanken, Menschen zu töten und anschließend das eigene Leben auszulöschen?
In einer Gesellschaft in dem es nur TOP oder Flop, Gewinner und Verlierer gibt ist der Druck der Jugendlichen enorm groß. Die Anforderungen in der Schule werden aufgrund des engmaschigen Lernplans und des stetigen Konkurrenzkampfes für die anschließenden Ausbildungs-, Studiums-, oder Jobchancen immer größer.
Zudem sind Teenager in einer sehr empfindlichen Phase ihres Lebens. Gefühle und Gedanken geraten durcheinander, sie nabeln sich immer mehr vom Elternhaus ab, was die Beziehung zwischen Kindern und Eltern erheblich kompliziert. Labile Menschen, die keinen wirklichen Bezug zu den Eltern oder zu Freunden haben, können sehr schnell in eine verzweifelte psychische Misslage geraten.
Psychische Krankheiten sind in unserer Gesellschaft weit verbreitet, durch ständige Frustration der sozialen Situation (z.B. Arbeitslosigkeit der Eltern) und durch die Perfektion unserer Gesellschaft (alles was nicht „normal“ ist, oder nicht in den Rahmen passt, wird verachtet).
Es ist die Aufgabe der Gesellschaft, sich gegenseitig zu stützen und zu helfen und nicht Menschen, die ganz unterschiedliche Probleme oder Krankheiten haben, fallen zu lassen.
Psychische Erkrankungen werden sehr schnell und auch sehr oft mit Psychopharmaka behandelt, was wirklich ein Modetrend geworden ist. Mittlerweile wurde in Amerika bei Amokläufern festgestellt, dass alle Täter mit Antidepressiva, aufgrund einer psychischen Vorgeschichte, behandelt wurden (Quelle: www.amokantidepressiva.blogsport.de).
Allgemein ist bekannt, dass solche Medikamente die Suizidgefahr und die Suizidrate erhöhen, dennoch werden psychisch kranke Menschen mit Medikamenten sehr schnell „ruhig gelegt“.
Der größte Gewinner, ohne Rücksicht auf Verluste, ist natürlich mal wieder die Pharmaindustrie.
Ist die Häufigkeit der Taten „ein politisches Zeichen setzen“?
Es ist die Aufgabe der Regierung, mehr kostenlose pädagogische Unterstützung in den Familien direkt zu gewährleisten und Anlaufstellen anzubieten, um psychische Eskalationen in Zukunft zu mindern.
Gut ist, dass Lehrer an Amoklauf-Präventionsmaßnahmen teilnehmen können. Somit können sie rechtzeitig Warnsignale bei Schülern, die solches Potenzial besitzen, erkennen und zu anderen Einrichtungen zur psychologischen Unterstützung weiterleiten.
Eigentlich eine gute und vorausschauende Methode, doch wenn wir alle ehrlich sind, ist das keine Methode für unser jetziges Bildungssystem, in dem Lehrer überfüllte Klassen, einen zu voll gepackten Lehrplan und eine enorme psychische Belastung haben.
Es ist die Aufgaben der Regierung eine bessere Grundlage für ein gesundes Bildungssystem, welches kostenlose Bildung, kleinere, überschaubare Klassen und mehr pädagogischen Einsatz durch mehr Lehrkräfte in den Klassen bedeutet, zu schaffen. Sonst werden solche schrecklichen Taten kein Ende nehmen.
Krankes System, kranke Regierung, kranke Gesellschaft – Liebe Regierung, tut endlich etwas für UNSERE Gesundheit und nicht nur für euren Geldbeutel und den der Pharmaindustrie!!!

Dezember 6th, 2009 um 14:36
Ist “Amok” laufen ein politisches Zeichen? – Pa-ha! Ihr habt sie doch nicht alle! – Na klar ist das ein politisches Zeichen; ein politisches Zeichen, dass da was nicht in Ordnung ist in der Gesellschaft; ein politisches Zeichen, das die totale Aufopferung bedingt (nämlich den eigenen Tod!); – und letztendlich sind es die Amokläufer, die unser Mitgefühl verdient haben, nämlich weil sie so viel erleiden mussten, dass sie durchgedreht und ihr eigenes Leben weggeschmissen haben. Aber selbst im Tod bleiben diese Menschen Opfer; Opfer eines medialen Saubermanntreibens, welches sofort irgendwelche “psychischen Störungen” diagnostiziert. -Es gibt heute Sechsjährige, die Diagnosen und Beurteilungen haben, wie sie manch Siebzigjähriger nicht hin bekommt, und ob da irgendwelche “Amokpräventionsmaßnahmen” helfen, ist doch mehr als fraglich. – Eher ist anzunehmen, dass noch mehr Kinder und Jugendliche, die Verhaltensauffälligkeiten zeigen, mit irgendeinem Präparat behandelt und in Schubladen gesteckt werden. “Habe ´S schon die Tabelette probiert?”- Stichwort: Jugendpsychatrie!